Welche Änderungen gibt es beim Briefporto 2015?

Welche Änderungen gibt es beim Briefporto 2015?

Die Deutsche Post AG hat im Oktober 2014 die neuen Portoänderungen ab 1. Januar 2015 bekannt gegeben. Das Briefporto für Standardsendungen steigt demnach, das Porto für Kompaktbriefe sinkt dagegen. Wie so oft dreht die Post pünktlich zum neuen Jahr wieder an der Preisschraube. Schon im Herbst machten sich die Ankündigungen an der Börse bemerkbar, die Aktien der Post verzeichneten einen leichten Aufwärtstrend. Der Hauptgrund für die Preisanpassungen ist laut Post AG der deutliche Personalkostenanstieg. Welche Änderungen gibt es beim Briefporto 2015 im Einzelnen?

Porto für Briefsendungen und Postkarten

Für den Standardbrief müssen Verbraucher erneut tiefer in die Tasche greifen und statt 0,60 Cent ab 1. Januar 0,62 Cent bezahlen. Das Porto für Kompaktbriefe sinkt von bisher 0,90 Cent auf 0,85 Cent. Bei Postkarten gibt es auf nationaler Ebene keine Portoänderungen, genauso wie für Maxibriefe. Was sich beim Briefporto 2015 verändert sind die Preise für Infopost und internationalen Briefversand.

  • Infopost mit einem Gewicht von 20 Gramm im nationalen Versandverkehr wird von 0,36 Cent auf 0,39 Cent erhöht
  • Das Porto für internationale Postsendungen wie Standardbrief und Postkarte erhöht sich von 0,75 Cent auf 0,80 Cent
  • Stückentgelte für Kilotarife bei Briefen steigen von 0,48 Cent auf 0,50 Cent

Die Deutsche Post AG plant wie bei der letzten Portorunde die Ausgabe kleiner Wertmarken zu 0,02 Cent. Der Verkauf dieser 2-Cent-Briefmarken ist sinnvoll, um das Porto für 60-Cent-Briefmarken zu ergänzen, denn die meisten Kunden haben noch ältere Marken übrig. Bleibt abzuwarten, ob die Post 2015 auf Nachporto verzichtet, wenn Briefe nur mit einer 60-Cent-Marke frankiert sind. Bei der letzten Tariferhöhung mussten Postkunden zunächst keine Nachgebühren zahlen. Würde jedes Mal Nachporto kassiert, wäre das wohl zu viel Aufwand und stünde in keinem Verhältnis zu den erzielten Mehreinnahmen durch die Preissteigerungen.

Beförderungsquote von Briefen durch die Post AG sinkt

Die Deutsche Post AG hat mit Druck zu kämpfen, denn die Beförderungsquote von Briefen durch klassischen Postversand sinkt weiter. Immer mehr Menschen nutzen für den Versand von Mitteilungen und Dokumenten E-Mail oder das Web. Aufgrund dieser Entwicklung hatte die Post nach zehn Jahren erstmals im Jahr 2013 die Preise angezogen und das Briefporto für Standradbriefe um 0,03 Cent auf 0,58 Cent erhöht. Schon ein Jahr später folgte die nächste Preisanhebung auf 0,60 Cent und jetzt auf 0,62 Cent. Im EU-Vergleich sind deutsche Briefmarken-Preise verhältnismäßig günstig – für einen Standradbrief in Frankreich zahlen Verbraucher ab Jahresbeginn 0,75 Cent, Schweizer sind bereits jetzt mit 0,81 Cent dabei.

Bildquelle: pixabay.com; Public Domain CC0 1.0



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