Ernährungsberater Ausbildung

Eine einheitlich geregelte Ernährungsberater-Ausbildung existiert zwar nicht, so dass Interessenten mit einer Vielzahl entsprechender Angebote konfrontiert werden. Wochenendkurse, Abendschulen und auch Fernstudien sollen angehenden Ernährungsberatern die notwendigen Kompetenzen für die Ernährungsberatung vermitteln. In vielen Fällen erfolgt dies in berufsbegleitender Form, so dass es sich um eine interessante Zusatzqualifikation handelt, die den weiteren Karriereweg positiv beeinflussen kann. Wer ernsthaftes Interesse an der Ernährungsberatung hat, kann sich im Zuge dessen mit unterschiedlichen Essstörungen befassen und zugleich auch fundiertes Fachwissen rund um verschiedenste Ernährungsformen aufbauen. Neben der Gewichtsreduktion ist oftmals auch eine angepasste Krankenkost ein wesentlicher Schwerpunkt ernährungstherapeutischer Maßnahmen.

Ganz grundsätzlich geht es in der Ernährungsberatung darum, die Klienten in Sachen gesunde Ernährung aufzuklären und sie fachmännisch zu unterstützen. Die Zielgruppe besteht dabei aus gesunden Menschen in besonderen Lebenssituationen, die sich eine optimierte Ernährung wünschen, um beispielsweise ihr Wohlbefinden oder ihre Leistungsfähigkeit im Sport zu steigern. Darüber hinaus wenden sich Ernährungsberater nach ihrer Ausbildung an Menschen, die gesundheitliche Risikofaktoren wie Übergewicht oder Diabetes aufweisen.

Kosten für die Ernährungsberater-Ausbildung

Für all diejenigen, die Interesse an der Ernährungsberatung als Berufsfeld haben oder eine entsprechende Ausbildung aus persönlichem Interesse absolvieren möchten, sind die Kosten für die Ernährungsberater-Ausbildung eine Information von immenser Wichtigkeit. Wer allerdings konkrete Angaben sucht, muss sich an die Anbieter der Weiterbildungen wenden und kann in der Regel dem kostenlos verfügbaren Informationsmaterial die Gebühren entnehmen. Im Allgemeinen muss man von mehreren Hundert Euro ausgehen, wobei die Kosten durchaus auch in die Tausender gehen können.

Anerkannte Gesundheitsberufe in der Ernährungsberatung

Im Allgemeinen ist es in Deutschland jedem möglich, eine Ernährungsberatung anzubieten. Dabei gilt es allerdings zu beachten, dass Heilbehandlungen und therapeutische Maßnahmen ausschließlich von anerkanntem Fachpersonal durchgeführt werden dürfen. Dabei kann es sich nicht nur um Heilpraktiker und Ärzte handeln, denn einige Gesundheitsberufe verfügen im Bereich der Ernährungsberatung über eine Anerkennung. Insbesondere wenn es um die Abrechnung mit den Krankenkassen und juristische Fallstricke der Diättherapie geht, sollte man diesem Aspekt große Aufmerksamkeit schenken.

Die folgenden Gesundheitsberufe weisen üblicherweise die Qualifikation für die Ernährungsberatung auf:

  • Diätassistenten
  • Ernährungsmediziner
  • Oecotrophologen
  • Ernährungswissenschaftler

In diesem Zusammenhang muss man berücksichtigen, dass die Ernährungsberater-Ausbildung eine spezielle Weiterbildung erfordert. Lediglich ausgebildete Diätassistenten müssen keine Zusatzqualifikation absolvieren, um Ernährungsberatungen durchführen zu können, die von den gesetzlichen Krankenkassen gemäß § 20 SGB V bezuschusst werden.

Ernährungsberater werden

Angesichts der anerkannten Gesundheitsberufe sowie den weiteren Lehrgängen, die als Ernährungsberater-Ausbildungen daherkommen, ergeben sich verschiedene Möglichkeiten, Ernährungsberater zu werden. Grundsätzlich muss man dabei zwischen Lehrgängen für Quereinsteiger, Fortbildungen für Fachkräfte aus dem Gesundheitswesen und akademischen Studiengängen unterscheiden. In den wesentlichen Inhalten stimmen die Qualifizierungen durchaus überein und widmen sich so den folgenden Themen:

  • Physiologie und Anatomie des Menschen
  • Nährstoffe und Nahrungsinhaltsstoffe
  • Nährwertberechnung
  • Mangel- und Fehlernährung
  • Ernährung in besonderen Lebenssituationen, wie zum Beispiel Alter, Schwangerschaft, Kindheit
  • Ernährungsformen
  • Ernährungssoziologie
  • Qualitätssicherung
  • Lebensmittelkunde
  • rechtliche Grundlagen der Ernährungsberatung
  • Gesprächsführung
  • Ernährungspsychologie

Per Fernstudium Ernährungsberater werden

Der Weg zum Beruf Ernährungsberater lässt sich auf unterschiedliche Weise bestreiten. Für Berufstätige ist ein Fernstudium, wie es an zahlreichen Fernschulen angeboten wird, mitunter die erste Wahl. Auch Quereinsteiger haben Zugang zu dieser Ausbildung und können ganz flexibel neben dem Beruf in die Welt der Ernährung eintauchen. Am Ende gibt es für gewöhnlich ein internes Zertifikat des Anbieters, das die erfolgreiche Teilnahme an dem Ernährungsberater-Fernstudium bestätigt.

Alternativ dazu besteht die Möglichkeit, den Zertifikatslehrgang der DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V.) berufsbegleitend zu absolvieren. Vorausgesetzt wird dabei allerdings, dass man der Zielgruppe angehört, die aus folgenden Berufsgruppen besteht:

  • Diätassistenten
  • Oecotrophologen mit Bachelor oder Master
  • Bachelor- oder Master-Absolventen der Ernährungswissenschaften

Mehr unter www.fernstudiumernaehrungsberater.de

Das Ernährungsberater-Studium

Interessierte, die im Bereich der Ernährungsberatung tätig werden möchten und zugleich einen akademischen Grad anstreben, können an verschiedenen Hochschulen Ernährungswissenschaften, Oecotrophologie oder Ernährungstherapie studieren. Üblicherweise handelt es sich dabei um klassische Präsenz-Studiengänge, wobei das eine oder andere Studium auch berufsbegleitend absolviert werden kann. Wer den Bachelor of Science oder den Master of Science anstrebt, sollte sich über das Angebot mehrerer Hochschulen informieren und in Erfahrung bringen, inwiefern eine akademische Ernährungsberater-Ausbildung möglich ist. Dabei sollte man sich darauf einstellen, dass nach dem Abschluss mitunter noch eine Weiterbildung erforderlich sein kann.

Berufschancen nach der Ausbildung als Ernährungsberater

Für angehende Ernährungsberater stellt sich immer auch die Frage nach den Berufschancen nach ihrer Ausbildung. Wie sich die Karriere konkret entwickelt, hängt natürlich von zahlreichen Faktoren ab, doch im Allgemeinen werden Ernährungsberater in den folgenden Bereichen tätig:

  • Krankenhäuser
  • Vorsorgezentren
  • Verbraucherschutz
  • Rehabilitationskliniken
  • Lebensmittelindustrie
  • Sporteinrichtungen
  • Pflegeeinrichtungen

Gehalt als Ernährungsberater

Das Gehalt als Ernährungsberater ist stark vom Arbeitgeber, der Art der Tätigkeit sowie der Qualifikation abhängig. In der Regel zeigt sich in der Ernährungsberatung in Sachen Verdienst eine große Bandbreite, wobei das Einkommen im Durchschnitt bei etwa 21.500 Euro brutto im Jahr liegt. Im öffentlichen Dienst sind deutlich höhere Gehälter zwischen rund 30.000 Euro und 63.000 Euro brutto jährlich möglich.



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